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Trümmerfrauen und Ziegelsteine
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Trümmerfrauen bei der Arbeit

Trümmerfrauen


Die "Trümmerfrauen" sind zum Symbol für den Aufbauwillen und die Überlebenskraft der Deutschen in der Nachkriegszeit geworden. Ohne ihre Schwerstarbeit wären die deutschen Städte lange Zeit Schutthalden geblieben, ohne ihre unermüdliche Tätigkeit das Überleben der Familien nicht gesichert gewesen.


Die Sorge ums Überleben treibt viele Frauen freiwillig zur Trümmerbeseitigung, denn sie garantiert neben Lohn auch höhere Lebensmittelrationen. Die schwere körperliche Arbeit wird mit der besseren Kategorie im Berechtigungssystem der Lebensmittelzuteilungen belohnt, während "nicht berufstätige Hausfrauen" nur die Standart Kategorie erhalten. Viele Frauen sind dringend auf diese Leistungen angewiesen, denn sie tragen allein die Last im täglichen Existenzkampf. Ihre Ehemänner, Brüder und Söhne sind gefallen, versehrt oder noch nicht aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt. Zahlreiche Familien bestehen aus Großeltern, Frauen und Kindern.


Ihre offizielle Bezeichnung lautet "Hilfsarbeiterinnen im Baugewerbe". Unter unendlichen Mühen und körperlichen Strapazen "klopfen" sie Steine, laden sie mit Schaufeln auf große Pferdewagen, die sie selber ziehen müssen oder schieben mit Schutt beladene Loren über die Schienen.


Trümmerberge in Köln:


Bei der Zerstörung der Stadt Köln im Zweiten Weltkrieg sind um die 30 Millionen Kubikmeter Schutt angefallen.

Die Beseitigung dieses Schutts dauerte bis in die 1960er Jahre. Nach dem Krieg wurden die Trümmer dahin gebracht, wo gerade Platz war. Später wurde die Verkippung geplant. So wurden nicht nur alte Grünanlagen für die Verkippung genutzt sondern auch neue um die neu entstehenden Hügel angelegt.


Der Trümmerschutt wurde mit Loren transportiert, die von Hand geschoben wurden. Nur auf den bestehenden Teilen des Bahnnetzes konnten Kipploren von Dampfloks gezogen werden. Die Hügel wurden terrassiert um eine Rutschung der Hänge zu vermeiden. Auf eine dünne Bodenschicht wurde Rasen gesät. Für eine schnellere Bodenaufbereitung wurden als Pionierbepflanzung Pappeln und Robinien gesetzt. Ende 1960 war die Begrünung abgeschlossen.


Insgesamt gibt es heute elf Hügel bzw.
Verkippungen, die auf Kriegsschutt zurückgehen:

Trümmerberg Beethovenpark, Aachener Berg, Herkulesberg,
Efferer Berg, Trümmerberg Äußerer Grüngürtel, Dreihügelpark,
Vingster Berg, Deutzer Rheinpark, Gleisdreieck Nippes,
Takufeld und Riehler Aue.

Quelle: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Köln


In Köln gibt es bis heute kein Denkmal oder eine Plakette zur Erinnerung an die Leistungen der  Kölner Trümmerfrauen.


Die Kölner Politik, der Rat der Stadt Köln, hat die Frauen, Mütter und Großmütter, die Köln vom Schutt befreit haben, so wie es scheint, vergessen! 






 

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Trümmerfrauen bei derSchuttbeseitigung
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Trümmerfrauen bei der Arbeit
Köln- Feuer, Schutt und Asche


Am 27.März 2012 wurde im Rat der Stadt Köln ein Antrag auf eine Gedenkveranstaltung gestellt.

AW: Rat Köln 32.S.20120327

Den Opfern des Tausend-Bomber-Angriffs ein ehrendes Andenken bewahren!"
AN/0357/2012



Die Verwaltung wird beauftragt, aus Anlass des 70. Jahrestages des so genannten „Tausend-Bomber-Angriffs“ auf Köln während des II. Weltkriegs in diesem Jahr eine zentrale Gedenkveranstaltung auszurichten und diese in den Folgejahren an jedem 31. Mai zu wiederholen.

Der Antrag wurde mit überwältigender Mehrheit der Ratsmitglieder abgelehnt.


Die traurige Begründung:


Es hat zum 50. Jahrestag, der Kölner Tragödie, also 1992, eine Erinnerungsveranstaltung in würdiger Form stattgefunden.
(Das war vor 20 Jahren)


Der Kölner Rat ist der Meinung, dass keine weitere Veranstaltungen, zum Gedenken an diesen schrecklichen Tag und an seine Opfer nötig sind.

Erinnerungskultur

Durch Erinnern und Gedenken werden Teile der Vergangenheit im Bewusstsein gehalten.Wir erinnern und gedenken ganz besonderer Ereignisse. Positiv wie negativ.
Erinnern und Gedenken gibt es in allen Kulturen seit dem es Menschen gibt.


Wir sollten uns nicht nur erinnern, welches unbeschreibliches Elend und Leid unsere Vorgänger über andere Länder und Menschen gebracht haben, sondern auch erinnern, welches Leid und Elend daraus auf uns zurückgefallen ist.









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Trümmerfrauen Schuttloren

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